• Tiere
  • von Simon Beckett
  • Wiederauflage Februar 2011
  • Thriller erschienen bei rororo

 

Nigel ist weit davon entfernt schlau zu sein. Bei seinem Arbeitgeber -einer Behörde- ist er als Botgengänger auch nicht wirklich überfordert.
Seine Kollegen hänseln ihn wo sie nur können, doch Nigel ist immerhin trotzdem gut gelaunt.
In seiner Freizeit - Nigel lebt über der ehemaligen Kneipe seiner verstorbenen Eltern - kümmert er sich um das was er sich im Keller hält.
Als zwei Kolleginnen seiner Einladung zum Essen tatsächlich folgen, drohen sie sein kleines Geheimnis zu entdecken. Und dabei kann Nigel sehr ungemütlich werden.
Geschlagene fünfzehn Jahre ist dies Werk von Simon Beckett auf. Doch kaum jemand des interessierte sich dafür. Das mag seinen Grund gehabt haben. Doch jetzt im Zuge des allgemeinen Hypes um den Autoren, schafft es selbst diese müde Krücke auf die aktuelle Bestsellerliste.
Der "Ich"Erzähler Nigel ist von so schlichter Struktur, dass man es kaum glauben mag. Sprachlich ist das Niveau er-bärmlich, wobei man sich fragt, ob dies die Schuld der Übersetzung ist oder ob der Autor das wirklich im Original auch so zu Papier gebracht hat?
Die Story liest sich am schwer, der Humor gefällt mir gar nicht, da er sich darauf beschränkt, sich über den geistig minderbemittelten Helden lustig zu machen.
Lediglich im letzten Fünftel kommt wirkliche Spannung auf.
Den Rest finde ich schwer zu beschreiben. Die "Schublade" Thriller passt im Grunde nicht wirklich.
Es gibt gefühlt endlose Rückblenden, die deutlich machen sollen, weswegen Nigel seine dunkle Seite so gnadenlos auslebt. Das ist weder sehr spannend, noch möchte man Mitleid ihm haben.
Dramatisch sind die Ereignisse sicherlich, doch für die "Schublade" Drama reicht dann der Rest bei Weitem nicht.
So ist das Buch in Sich schon nicht sehr schlüssig; die zurückliegenden Ereignisse hat man bei vielen, vielen anderen Autoren schon zig mal einiges besser gelesen.
Einzig das der Held nicht alle Latten am Zaun hat - von seinem Hobby mal abgesehen - ist mal ein Pluspünktchen, da man dies nicht alle Tage liest.

Fazit: überflüssiger Staubfänger!

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