• Die Plage
  • von Charlie Huston
  • Februar 2011
  • Thriller bei Heyne erschienen

 

Und wieder bedroht eine furchtbare Krankheit die gesamte Menschheit...was zunächst harmlos anfängt, nämlich akute Schlaflosigkeit bei einem Zehntel der Bevölkerung, macht die Betroffenen Wahnsinnig.
Der Wahnsinn bricht sich in schrecklichen Brutalitäten und Amokläufen seine Bahn.
Parker Haas - Mitglied der Polizei Los Angeles - wollte immer nur für Recht und Ordnung sorgen. Doch in einer Welt, die vor die Hunde geht, gibt es sowas immer weniger.
Als endlich ein Gegenmittel gefunden wird, eskaliert die Situation noch.
Diejenigen die es sich leisten können, wollen es nicht hergeben...doch die vielen, sich das Mittel nicht leisten können, schrecken vor gar nichts mehr zurück um es in die Finger zu bekommen.

Also mal wieder Weltuntergang. Aber selber Schuld, zwingt einen ja keiner das zu lesen.
Mit "Die Plage" ist es nicht sehr einfach gewesen.
Der Autor Huston ist ein Autor, der seinem Leser echt einiges abverlangt.
Nicht weniger als drei verschiedene Perpektiven erläutern die Handlung. Neben dem Polizisten Haas, der teilweise herkömmlich, teilweise in Tagebuchform aktiv ist, kommt der Hauptkiller Jasper als reiner Ich-Erzähler ins Spiel. Da muss man sich reichlich reinlesen.
Doch dann bekommt man als Entschädigung auch neben ziemlich harter Kost, eine gut konzipierte Story, schön spannend geschrieben.
Die Charaktere finde ich ziemlich überzeichnet, doch die Handlungen bleiben im großen Teil nachvollziehbar.
Sprachlich wird einem ebenfalls einiges abverlangt. Huston liebt die direkte Art des Beschreibens. Da wird teilweise sehr derbe gesplattert und gemetzelt, so dass kein Auge trocken bleibt.
Und sein Übersetzer hat in dieser Beziehung gute Arbeit geleistet.

Fazit: gut beschriebener Alptraum!!!

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