• Angel Heart (Falling Angel im Original)
  • von William Hjortsberg
  • gebundene Ausgabe 2006 (Original 1978)
  • Horror/Thriller/Filmbuch erschienen im Heyne Verlag

 

Ende der fünfziger Jahre bekommt der heruntergekommene Privatdetektiv Harry Angel vom mysteriösen Geschäftsmann Cyphre den Auftrag, den ehemaligen Schnulzensänger Johnny Favorite aufzuspüren.
Da der Lohn gut ist, nimmt Angel den Auftrag entgegen und macht sich auf die Suche.
Seit über fünfzehn Jahren hat niemand Ex-Star mehr gesehen, so dass der Detektiv ganz von vorne anfangen muss zu ermitteln.
Doch egal wie er das Leben des Vermissten auch angeht, immer wieder trifft er auf seltsame Hindernisse und grauenvolle Todesfälle, die indirekt auf seinen Auftraggeber weisen, der weit mehr als eine Identität zu haben scheint.
Der Grusel nimmt seinen erschreckenden Lauf, indem auch Angels Leben am Ende ein ganz anderes ist.

Nach diesem schon über 30 Jahre altem Thriller wurde Mitte der 80er Jahre der superspannende Film Angel Heart mit Mickey Rourke als Heart und dem grandiosen Robert de Niro als hypermanikürter Cyphre verfilmt.
Doch wo der Film über weite Teile im schwülen, düsteren Lousianna spielt, ermittelt der Held fast ausschließlich in New York.
Dabei beschreibt der Autor wunderbar die Stadt, die niemals schläft.
Die langen Passagen über die Voodoo Ritualef inden in einer düsteren Ecke des Central Parks, der beinah so beschrieben wird, wie im Film die Sümpfe des Südens gefilmt wurden.
Auffällig ist nebenbei die erstaunliche Trinkfestigkeit des Heart, der anscheinend erst nach einer halben Flasche Whiskey so richtig auf Touren kommt...Aber bei dem Schluß wäre er eh Alkoholiker!
Sprachlich finde ich ihn sehr gelungen, auch wenn der heruntergekommene Detektiv natürlich ein Klischee ist. Hjortsberg ist einer der wenigen Autoren, die mich dazu bewogen haben, ein Buch zu lesen, dass in der ersten Person die Handlung beschreibt.
Eigentlich fasse ich solche Bücher nicht an, da ich finde, dass das Tempo in der Regel eher verlangsamt wird durch die "eingeschränkte" Erzählweise.
Nicht so bei Hjortsberg.

Fazit: exzellentes Buch zum Gruseln.
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