• Winterkartoffelknödel: Ein Provinzkrimi
  • Rita Falk
  • Oktober 2010
  • Thriller/Satire vom Deutschen Taschenbuch Verlag

 

Niederkaltenkirchen ist ein Ort...so öde wie der Name lang ist. Hier macht der Dorfpolizist Franz Eberhofer seit langem einen beschaulichen Dienst, der ihn nicht gerade herausfordert. Doch dann wird die Familie Neuhofer dezimiert...Mutter aufgehängt im Wald...Vater bekommt einen Stromschlag, was nicht für ihn sprach, da er Elektromeister gewesen ist. So plötzlich wie die Todesfälle auftreten hat Eberhofer nun alle Hände voll zu tun, um die immer bizarreren Vorkommnisse in seinem beschaulichen Kaff aufzuklären! Dabei darf man natürlich auf keinen Fall ganz große Schreibkunst erwarten. Doch das vermutet wohl bei so einem Titel auch niemand. Hier gibt es einen wirklich heiteren mit reichlich trockenem Humor angreicherten Regionalthriller aus der tiefsten bayerischen Provinz. Dabei werden mit wenigen Seiten die einzelnen, wichtigen Dörfler sehr schön überspitzt gezeichnet und jeder der eine Zeitlang mal in einer Kleinstadt gelebt hat, kann sich die Figuren wirklich hautnah vorstellen. Das sind die absoluten Pluspunkte des Buches. Die Krimihandlung an sich ist nett zu lesen, dient jedoch meiner Meinung nach nur als ziemlich loser Faden um dem Ganzen einen Sinn zu geben. Dafür schlägt sich der ermittelnde Beamte zwar auch mit reichlich eigenen Sorgen herum, tut dies aber nicht so dramatisch-depressiv wie die skandinavischen Kollegen zum Beispiel Wallander. Desweiteren ist die Sprache des Ganzen ziemlich gewöhnungsbedürftig. Da musste ich mich erst mal ein wenig reinlesen, doch das ist bei solchen Regionalkrimis ja auch eine Sache der Authenzität. Wirklich nett ist dann noch mal das Rezept ganz am Ende des Buches. Eine wahrlich köstliche Idee wie ich finde. Fazit: kurzweilige Krimiunterhaltung!

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