• Tagebuch der Apokalypse
  • J.L.Bourne
  • November 2010
  • Fantasy/Horror vom Heyne Verlag

 

So ziemlich mit jeder Plage hätte die Menschheit wohl gerechnet. Und über kurz oder lang wäre sie auch mit jeder zurecht-gekommen.
Doch wenn die Toten sich aus den Gräbern erheben um über die Lebenden herzufallen, gibt es kein entkommen, keine Gnade...nur unzählige Tote und somit weitere "tote" Gegner.
Diese Schlacht kann die Menschheit nur verlieren.

Aus Sicht eines Piloten beschreibt der Autor die gnadenlose Ausweitung der Seuche von Asien aus. In Tagebuchform wird Seite für Seite die Unsicherheit des "Helden" greifbarer, seine Zuversicht geringer.
Schließlich bleibt ihm nichts anderes mehr übrig,als sich zu verbarikadieren und via Internet mit den Resten der Ge-sellschaft zu kommunizieren.
Als selbst Atomwaffen nichts die Monster ausrichten können, scheint alles zu spät.
Das ist sehr authentisch rübergebracht. Zu keiner Zeit gerät das Buch in eine Schieflage, sondern bleibt durchdacht, nachvollziehbar. Nicht umsonst ist das Tagebuch auf den Bestsellerlisten der Fantasy Bücher gar nicht mehr wegzudenken. Der Überlebenskampf der Menschen läßt einen das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich bin nach den knappen 350 Seite richtig enttäuscht gewesen, dass das Buch schon zuende ist. Eine knappe Woche brauchte ich dafür, wobei daran aber die Kinder Schuld sind, sonst lese ich schneller.
Cool fand ich die Zombiebeschreibungen, die sehr altmodisch als zwar torkelnde, dennoch gruselig-grausame-tödliche Masse nicht aufzuhalten sind.
Wirklich gelungen finde ich die kleinen Zeichnungen und Streichungen des Textes, die das Tagebuch schreiben suggerieren sollen.
Was stört ist die Fülle an Zufällen. Egal ob Autos oder Waffen oder Flugzeuge (wie praktisch für einen Piloten) ist immer einsatzbereit parat.
Da meinte der Autor es dann doch reichlich gut!

FAZIT: netter kleiner Reißer!
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