• Die Mütter-Mafia
  • Kerstin Gier
  • 2010
  • Komödie

 

Es gibt sie wirklich...perfekte Muttertiere, die kein - aber auch gar kein - anderes Thema haben, als die glückliche Ehe, die stets tollen Kinder, Rezepte und die Vor - bz. Nachteile verschiedener Babysitter.
Jedenfalls scheint es der etwas unorganisierten Constanze als sie, frisch geschieden, in die neue Siedlung vor der Stadt zieht.
Hier scheint jede Familie intakt und die Probleme und Problemchen gibt es einfach nicht!
Doch je länger Conny in diesem Paradies lebt, desto mehr Sprünge bekommt die heile Welt Fassade ihrer Nachbarn. Und schneller als ihr lieb ist, steckt sie in einem Verwirrspiel aus Intrigen und Seitensprüngen...

Sehr schön wie Kerstin Gier die einzelnen Mütter beschreibt, wie hinter Bussi Bussi und Dauerlächeln die Zähne der einzelnen Muttis knirschen. Jede scheint hier im Dauerkampf zu stehen, da NUR das eigene Kind schlauer, besser, hübscher, gesünder und und und ist.
So eine Ansammlung sich selbst belügender Muttis - die immer meinen der eigene Giftzwerg, den man da an der Hose hat ist das einzig Wahre, das es Wert ist, die eigenen Bedürfnisse quasi abzuschaffen gibt es ja wirklich zu Hauf. Und davon hat die Autorin in ihrem Bestseller ein herrlich überspitztes Bild gezeichnet.
Dabei fühlt man in der ersten Hälfte des Buches mit Constanze richtig mit, wenn sie mit Schuldgefühlen von Fettnapf zu Fettnapf taumelt.
Natürlich ist das ganze kein Werk mit sonderlich viel Tiefgang, doch das erwartet ja wohl auch niemand ernsthaft. Nein, die Mütter-Mafia ist ein absolut federleichtes, mit viel Esprit und Witz geschriebene Komödie, die einen einfach Dauergrinsen läßt - auch wenn man keine Kinder hat.

FAZIT: genau das Richtige für zwischendurch!

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