• Poseidon
  • Paul Gallico
  • 1969
  • Katastrophenthriller im Heyne Verlag erschienen

 

Poseidon von Paul Gallico

Plötzlich - ohne Vorwarnung - wird das betagte Fracht - und Passagierschiff "Poseidon" von einer Riesenwelle getroffen und kentert, bleibt dabei aber mit dem Kiel oben treibend auf dem Wasser. Was oben ist, ist nun unten und umgekehrt. Weite Teile der Mannschaft und der Passagiere sind tot oder schwer verletzt. Lediglich eine kleine Gruppe Verzweifelter wagt den Weg aus dem Speisesaal heraus Richtung Maschinenraum...und dabei wird jede Treppe zur Herausforderung... Verfolgt vom unaufhörlich steigenden Wasser in einer auf den Kopf gestellten feindlichen Umweg wird die Gruppe kleiner und kleiner. Niemand weiß ob überhaupt einer durchkommen wird! Mittlerweile hat es der Klassiker von Paul Gallico auf drei Verfilmungen gebracht, was meiner Meinung nach an sich schon für ihn spricht. Jede Verfilmung hatte seine Höhen und Tiefen und die erste von 1972 ist als einer der ersten Katastrophenfilme bahnbrechend gewesen. Doch keiner der Filme ist so krass wie das Buch. Absolut packend konnte ich es keine Sekunde aus der Hand legen. Selten habe ich ein so brillantes, durchdachtes, auch nach über vierzig Jahren nicht veraltetes Buch gelesen. Die Figuren sind hervoragend ausgearbeitet und zeigen sehr nachvollziehbar, wie normale Menschen in besonderen Situationen weit über sich hinauswachsen können. Packend wie der Autor es schafft, dass man sich bildlich jeden unwirtlichen, auf den Kopf gestellten Raum vorstellen kann. Dabei spart der Autor nicht an deftigen Szenen - gerade was der noch Minderjährigen Shelby Tochter Susan in einer der dunklen Gänge wiederfährt, ist mehr als heftig! Fazit: ein entsetzlich guter Reißer! Nur zu empfehlen!
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Wie bewerten Sie unseren Beitrag? Bisher keine Bewertungen)
Loading...