• Drachentränen
  • Dean Ray Koontz
  • 1995 erstmals auf deutsch
  • Fantasy/Horror erschienen im Heyne Verlag

 

Der Polizist Harry Lyon wird mit scheinbar sinnlosen, brutalen Verbrechen konfrontiert, bei denen sein wohl geordnetes Leben nach und nach völlig zerlegt wird.
Erst nach einigen, teils grausigen, Ereignissen steht er einem übermenschlichen Gegner gegenüber, der wahrhaft sogar Herr über die Zeit ist...

Das ist mal ein wirklich ambitioniertes Werk!
Auch wenn es schon über fünfzehn Jahre her ist, liest es sich immer noch wie von selbst!
Koontz schreibt einfach nur sauspannend, denkt an jede Eventualität, auch wenn der Titel ein wenig irreführend ist. Einen Drachen oder Tränen sucht man eigentlich vergebens.
Dabei schafft er es sogar Woover - einen Hund(!) - seine Perspektive des Ganzen so beschreiben zu lassen, dass es nicht einfach nur lächerlich und aufgesetzt wirkt!
Die Charaktere hat der Autor klasse ausgefeilt und läßt sie nachvollziehbar agieren.
Gerade der Fiesling Bryan ist - mit all seiner Macht - so dämonisch und fast gottgleich, dass ich diese Teile des Buches geradezu inhaliert habe!
Ich finde, dass mit dem Bösewicht ein Buch steht und fällt. Dieser hier ist in seinem Ganzen wirklich brillant erdacht und beschrieben.
Die ganze Handlung birgt genug Action, so dass gar keine Langeweile aufkommen kann.
Was bei einer Länge von beinahe 475 Seiten definitiv zu kurz kommt - und dass ist das größte Manko - dass ist der Showdown, der sich über knapp 15 Seiten hinzieht und dem Bösewicht bei Weitem nicht dass gibt, was man vermutet hätte!

Fazit: sehr spannend, sehr lesenswert!

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