• Die Bankerin
  • von Andreas Franz
  • 1999
  • Thriller

 

Die Bankerin von Andreas Franz

David von Marquardt hatte aus eigener Kraft eine eigene Softwarefirma aufgebaut und war dabei reich, sehr reich geworden.
Doch dann hauen ihn sein Prokurist und sein Steuerberater übers Ohr, setzen sich mit 30 Millionen Mark einfach ab ohne eine Spur zu hinterlassen!
Und von da an geht es bergab mit David und seiner Familie.
Aus dem noblen Vorort Frankfurts geht es in eine Sozialwohnung mit dem kompletten Abschaum der Stadt als Nachbarschaft.
David findet einen Job bei seinem ehemaligen Freund und späteren Konkurrenten in der Poststelle.
Doch die Spirale abwärts läßt sich nicht aufhalten.
Da von Marquardt seine Schulden nicht zurückzahlen kann, meldet sich die Bankerin Nicole Vabochon bei ihm mit einem zutiefst unmoralischen Angebot.
Aber David von Marquardt braucht nicht lange um auf das Angebot einzugehen.
Die Katastrophe die er damit in Gang setzt, droht nach und nach seine ganze Familie zu zerstören...

Eigentlich bin ich ein großer Fan von Alexander Franz. Seine Julia-Durant-Thriller sind spannend, komplex und - wenn auch häufig mir zu brutal - immer gut zu lesen.
Bei diesem Werk hat der Autor nun mal einen neuen Weg beschritten und einen Thriller mit Drama Elementen abgeliefert. Und dabei hat er sich meiner Meinung nach leider ziemlich verhoben.
Meiner Meinung nach hinkt die Geschichte von vornherein. Der IT Experte, der nur noch einen Job in der Poststelle der Konkurrenz findet?
Naja, vielleicht grad noch hinnehmbar.
Doch das Verhalten von Ehefrau Johanna während der Drohungen durch den Unbekannten und der zunehmenden Entgleisung ihres Ehemannes ist geht gar nicht.
Garniert wird die Geschichte noch durch eine handvoll Sexszenen, gerne auch inzestiös die auch noch ziemlich billig wirken. Dazu kommt noch, dass man nach etwa der Hälfte der 415 Seiten ahnt worauf es hinausläuft...um dann vom hanebüchenen Schluß doch noch - im negativen Sinne - umgehauen zu werden!
So was absurdes, an den Haaren herbeigezogenes hab ich lang nicht gelesen!

Fazit: das kann Herr Franz wahrlich viel besser!
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