• Sturz der Titanen
  • von Ken Follett
  • 2010
  • Roman

1914 - nur noch wenige Wochen bis zum Beginn des ersten großen Krieges. In dieser politisch hochaufgeregten Zeit beginnt der Autor seine Saga, die über drei Familien in drei verschiedenen Ländern handelt.
Das ist zum einen die Aristokratenfamilie aus deutsch-Österreich, die sich gegenseitig zerreibt.
Zum zweiten sind da die Brüder aus Russland, roter Revoluzzer der eine, der andere auf der Flucht vor sich selber.
Und zu guter Letzt gibt es da noch die englische Familie, die bestürzt den Niedergang des Adels und den Aufstieg der Arbeiterklasse zusehen muss.
Alle diese Schicksale und Geschichten der einzelnen Protagonisten verweben sich vor dem Hintergrund der aufziehenden Katastrophe, die nicht nur das alte Europa in ihren Grundfesten erschüttern und für immer verändern wird.
Und Follett wäre nicht Follett, wenn er nach dem ersten Weltkrieg aufhören würde, nein, meisterlich spannt er den Bogen weiter und endet tatsächlich erst mit den Fall der Mauer und somit mit der friedlichen Neuordnung Europas.
Dabei geht es mit soviel Tempo über die gesamten 1024 Seiten, dass nicht einmal Langeweile aufkommt. Jede der wirklich vielen Figuren, die auftauchen, scheint durchdacht, logisch und nachvollziehbar zu handeln. Geht dabei aber wirklich in die Vollen. Mit fundiertem Wissen beschreibt er haargenau die Details, die die einzelnen Epochen in den Ländern ausmachen.
Und der Autor verzichtet - zum Glück - darauf, auf den abgelutschten Wegen der ewig nur bösen Deutschen herumzuwandeln!
Wermutstropfen sind die wirklich happigen 28,-€, die bestimmt die eine oder andere Schmerzgrenze überschreiten werden.

Fazit: Nicht gerade günstig, doch mit Sicherheit lesenswert!



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