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“Vier minus drei” von Barbara Pachl-Eberhardt

  • "Vier minus drei"
  • Barbara Pachl-Eberhardt
  • 2009
  • Lebenshilfe

 

Es ist wohl das Schlimmste, was jemandem im Leben passieren kann. Die Autorin verliert bei einem schrecklichen Verkehrsunfall ihren Mann und die beiden gemeinsamen Kinder. Wie soll man es danach schaffen, wieder zu einem normalen Leben zurückzufinden? Nur eine knappe Woche nach ihrem entsetzlichen Verlust schreibt Frau Pachl-Eberhardt einen offenen Brief an alle ihre Verwandten indem sie schonungslos offen über ihre Gefühle spricht. Auf verschiedenen Wegen findet dieser den Weg an die Öffentlichkeit und berührt tausende zutiefst. Und nun, zwei Jahre darauf, findet diese Frau ihren Weg zurück in ein neues, ein ganz anderes Leben. Wieder ist es die Offenheit mit der die Autorin ihr Schicksal annimmt und in eine neue Zukunft geht, die  jeden bewegt! Meiner Meinung nach völlig zu recht hat Barbara Pachl-Eberhardt im vergangenen Jahr den österreichischen Frauenpreis bekommen. So kompromislos und gnadenlos ehrlich ist dieses Buch sicher nicht für jeden geeignet. Wer schon einmal einen geliebten Menschen durch einen unsinnigen Unfall verloren hat, liest die Bekenntnisse der Autorin natürlich mit noch ganz anderen Augen. Ich habe dieses Buch "nur" - Gott sei dank - mit den Augen eines verheirateten zweifachen Vaters gelesen und hätte seitenweise heulen können! Die Schilderungen, wie Frau Pachl-Eberhardt in ihrer grenzenlosen Trauer nur noch sich selbst sieht und gar nicht merkt, wie sehr Eltern, Schwiegereltern auch Kindergartenkinder trauerten, sind kaum auszuhalten. Diese Authenzität ist furchtbar traurig von Anfang bis zum Ende und auch wenn man sowas schon dutzendmal im Thriller gelesen hat, kann diese Gefühle niemand so derart ergreifend schreiben, wie diese junge Frau, die so viel Schmerz selbst mitgemacht hat. Ich habe dieses Buch in die Kategorie "Lebenshilfe" eingestuft, was aber eigentlich etwas irreführend ist. Schließlich wird auf keiner einzigen Seite gesagt: "Mach dieses und jenes, wenn dir dieses oder jenes geschehen ist..." Aber ich denke, dieses Buch macht auch einfach nur Mut für Menschen, die meinen ihnen geht es furchtbar und sie wissen nicht mehr ein noch aus! Fazit: Absolut nichts zum einfach nur weglesen! Doch gelesen haben sollte man es!


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1 Comment to “Vier minus drei” von Barbara Pachl-Eberhardt

  1. Tommek81's Gravatar Tommek81
    15. August 2010 - 19:12 | Permalink

    Wahnsinn Gänsehaut puuuur, diese Frau hat einfach nur einen riesen Respekt verdient und ich kann dazu nur eins sagen : ich habe zwei Kinder ( 7 Monate und 5 Jahre ) und bin nicht gerade ein Emotionsgeladener Mensch aber diese Geschcichte hat mich an Gefühlgrenzen und darüber hinaus gebracht die ich nicht von mir kannte !!
    Eine wahnsinnig traurige Geschichte mit einem Tollen Menschen der Trotz allem Weiterlebt und sein leben liebt und die Menschen die er über alles Liebt zu vergessen !!
    Sein eigenes Kind gehen zu lassen kann es für Eltern ( speziell Mamas ) etwas schlimmeres geben ??
    Es hat mich aufgewühlt dieses Buch aber auch ein Lächeln abverlangt für dich Barbara- du bist ne starke tolle Frau und ich wünsch dir alles alles liebe dieser Welt !!!

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