• „Schuld“
  • Ferdinand von Schirach
  • Juli 2010
  • Roman vom Piper Verlag

 

Es sind verschiedene Kurzgeschichten mit einem wahren Hintergrund, die der Autor bei seinem zweiten Buch zum Besten gibt. Da sind neun Mitglieder einer Band, die das Leben eines Mädchens zerstören und nicht bestraft werden… Da ist ein Junge, der gefoltert wurde von Illuminaten und weitere unglaubliche, fast unbeschreibliche Geschichten, die der Strafverteidiger von Schirach niedergeschrieben hat. In seinem sehr ruhigen Stil ist ihm ein sehr intensives Buch geglückt, dass niemanden loslässt und dass die Frage nach gut und böse aber nicht klar beantwortet. Kurz, prägnant aber dafür immer mit einer Pointe – so sollten Kurzgeschichten sein - dass sind sie jedes Mal. Auch wenn ich die ein oder andere an der Grenze finde. Am erstaunlichsten fand ich, dass er mit zwei, drei Sätzen schon Sympathie oder Antipathie für jeden Protagonisten erweckt. Dafür brauchen andere ja Seitenlang! Und dabei beschreibt er doch nichts anderes als wahre Fälle. Dies aber so brillant, dass auch schon die „Frankfurter Allgemeine“ – neben vielen anderen Zeitungen „Schuld“ „als großes Buch“ feierte, so dass "Schuld" völlig zu Recht auf den Bestsellerlisten ganz oben ist. Fazit: Erstaunliches aus der Rechtsprechung in Deutschland – lesenswert!
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