• Ich weiß, du bist hier
  • von Laura Brodie
  • 2010
  • Drama erschienen im DTV

 

Durch einge Springflut ist Sarahs Ehemann bei einem Kajakunfall ums Leben gekommen...oder doch nicht? Nach einer Phase der Trauer meint Sarah den Toten im Supermarkt gesehen zu haben. Doch das kann doch gar nicht sein! Sarah fängt an an ihrem Verstand zu zweifeln. Doch plötzlich steht er an Halloween leibhaftig vor der Wohnungstür und erzählt seine Geschichte, eine Geschichte die unglaublich ist! Sitzt er da wirklich vor ihr? Als immer mehr mehrkwürdige Dinge geschehen, glaubt Sarah wirklich wahnsinnig zu werden... Was wie ein spannender Thriller klingt, entpuppt sich im Laufe des Buches vielmehr als die Geschichte einer Frau, die die Chance auf einen Neuanfang findet und sich entscheiden muss, ob sie in Trauer und dem Festhalten am gewohnten verharren will, oder ob sie bereit ist für eine Zukunft. Dabei rückt die Frage, ob ihr Mann lebt oder nicht auch immer mehr in den Hintergrund. Wobei es der Autorin wunderbar glückt, mit dem Leser zu spielen. Bis zum Schluß weiß man nicht wirklich woran man ist. Dabei ist die Emotonalität und die Dramatik mit der die Hauptakteurin beschrieben wird nicht sehr leicht zu lesen, finde ich. Es gab immer mal wieder Momente, in denen man das Buch einfach mal zur Seite legen musste, um das Gelesene sacken zu lassen. Ganz toll fand ich die Beschreibung der Sarah, der man die Verletzlichkeit und Verwirrtheit ehrlich abnimmt und die wundervollen - weil lebensechten - Dialoge! Fazit: Mit dem Erstling ist Laura Brodie ein echter Hit gelungen, der nicht nur von Frauen gelesen werden "muss".

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