• Alter Sack, was nun? Das Überlebensbuch für Männer
  • von Kester Schlenz
  • 2009
  • satirische Lebenshilfe erschienen im Mosaik Verlag

 

Und plötzlich ist es soweit, man(n) ist nicht mehr jung, hält sich aber mitunter peinlicherweise noch dafür! So wie die Haare auf dem Kopf weniger werden, gewinnt die Wampe an ungeahnter Elastizität, dehnt sich weiter und weiter... Der neue Chef ist ein paar Jahre Jünger als man selbst und erklärt entspannt die Arbeitswelt neu... Auch scheint eine gewisse Dauernervösität jetzt immer dazuzu-gehören...von dem bösen Wort "Ruhestand" will man(n) gar nichts hören! Man(n) ist einfach "ungechillt" - wie es in neuhochdeutsch heißt! Dem nimmt sich Kester Schlenz anscheinend ganz "chillig" an. Nach dem Motto: "nicht mehr jung - doch bei Weitem noch nicht alt!" spricht er den Vertretern seiner Gattung Mut und das mit einem gehörigen Augenzwinkern. Außerdem gibt er nette Tips, was man mit seiner Restlebenszeit denn noch so anstellen kann/könnte. Oder wo man hingehen kann ohne gleich rausgeschmissen werden. Das ganze ist nett geschrieben, versehen mit ein paar Anekdötchen, bei denen sich viele "Oldies" wiederfinden werden. Die Illustrationen im Buch sind okay-mehr nicht. Über die plumpen-teils ziemlich ordinären-Sprüche kann man lachen, zwingt einen ja keiner es nicht zu tun. Auf ganzer Strecke gesehen verspricht der Titel dann aber leider doch etwas mehr, als er halten kann. Nach den ersten hundert Seiten fangen die Wiederholungen quasi an und es kommt leider nicht wirklich etwas neues dazu. Aber der Autor hat mit seinem dritten Werk, dass ja auch gleich wieder auf die Bestsellerlisten gesprungen ist, bewiesen, dass er eine treue Fangemeinde hat, auch wenn seine vorherigen Werke "Mensch, Papa" und "Bleib locker, Papa" bei Weitem mehr Witz und Esprit haben als dies hier. Kurzum: Man verpaßt nichts, wenn man es verpaßt!

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