• „Tod in der Marsch“
  • Hannes Nygaard
  • 2004
  • Kriminalroman erschienen im Emons  Verlag

 

Auch am äußersten Ende der Republik im sehr beschaulichen Nordfriesland geschehen Verbrechen. Zu dieser Erkenntnis kommt auch Hauptkommissar Christopher Johannes, der aus der entfernten Landeshauptstadt Kiel in die Provinz versetzt wird. Diese Versetzung hält er für ein Zwischenspiel während seiner Karriere. Da die Ehe mit seiner Frau – einer erfolgreichen Anwältin – kriselt, kommt diese Auszeit also ganz gelegen. Die sturen Friesen empfangen den „Großstädter“ respektvoll aber nicht gerade herzlich. Als dann eine Frau mit ihrem Kleinkind spurlos verschwindet und Johannes mit seinen besonderen Kollegen die Ermittlungen aufnehmen, müssen sie sehr schnell feststellen, dass sich in der so genannten Provinz zum Teil Dramen und Verbrechen abspielen, die keiner von ihnen je für möglich gehalten hätten… Auf den „Hinterm Deich Krimi“ bin ich durch Zufall gestoßen und ich muss sagen: „Gott sei Dank!“ Als gebürtiger Husumer ist es eine Freude zu lesen, mit welcher Akribie der Schriftsteller die Landschaft, die Stadt Husum und die Besonderheiten festgehalten hat. Dazu kommen die drei Kommissare, von denen der eine nur auf „Durchreise“ zu sein scheint, der zweite ist schwul und gleichzeitig eine Konkurrenz für Brad Pitt im aussehen, der dritte nimmt es mit den Gesetzen selber nicht so genau, hat aber das Herz auf dem rechten Fleck! Das ist dann schon eine Kombination, die wirklich Spaß macht zu lesen. Dass die „Eingeborenen“ Nordfriesen teilweise ein wenig schlicht strukturiert sind, ist leider ganz schön klischeehaft geraten – doch das ist auch schon der einzige Kritikpunkt. Die Story ist zügig geschrieben und nachvollziehbar. Fazit: Klasse Erstling von Hannes Nygaard! Auch für Nicht-Friesen geeignet!
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