• Filmbuch: James Bond - Stirb an einem anderen Tag
  • Autor: Raymond Benson
  • Erschienen: 2002
  • Genre: Agenten-Thriller von Heyne

James Bond gerät während einer Mission in Nordkorea in Gefangenschaft. Vierzehn Monate wird er in einem Gefangenenlager gefoltert und gedemütigt. Erst nach dieser grauenvoll langen Zeit, wird er von seinen Vorgesetzten eingetauscht, zum Preis seines ehemaligen Widersachers Zao. James Bond ist in Ungnade gefallen und M beschließt ihn auf die Falklandinseln zu senden, um sich seiner wieder sicher sein zu können. Also muss er fliehen und auf eigene Faust recherchieren. So führt ihn die erste Spur nach Kuba, in die Klinik eines skrupellosen Arztes, der seinen Patienten mit Hilfe modernster Medizin gleich die gesamte DNA austauscht und so eine wirklich komplett neue Identität besorgt. In dieser Klinik trifft er nicht nur die bildhübsche NSA Agentin Jinx, sondern auch auf Zao wieder. Nach einem spannenden Zweikampf, kann Zao entkommen, die Klinik des Doktors geht in Flammen auf und James Bond kehrt mit neuen Beweisen nach London zurück. Nach seiner Rehabilitation heftet er sich an die Fersen von Gustav Graves, einem eiskalten Geschäftsmannes, dessen Pläne die Erden verändern werden, wenn sich nicht ein – Mann ihm In den Weg stellt: JAMES BOND! Pierce Brosnan in seiner letzten Rolle als der unsterbliche Agent ihrer Majestät besetzt, hechelt hier durch einen Film, der zugleich Fortschritt, als auch Rückschritt am 007 Firmament ist. Zum 40.Jubiläum im 20. Film ist leider alles auf Bombast ausgelegt, ohne den Figuren so was wie Tiefe zu geben. Und genau wie der Schauspieler, hat der Autor seine liebe Not, aus einem mittelmäßigen Drehbuch einen wirklich guten Roman zu machen. Aber wo der Film mit halbwegs guten Tricks und exellenten Schauspielern (John Cleese als Q) aufwarten kann, bleibt man beim Buch mit vielen Anspielungen auf die Filme leider allein. Diese machen nur Sinn, wenn man alle Filme gesehen hat. Wer dies nicht gesehen hat, wird dies nicht verstehen und drüber weg lesen müssen. Die Action-Szenen sind zwar ganz gut geraten, der Rest – und gerade der plötzliche Vater-Sohn-Konflikts zum Ende hin ist allenfalls mäßig und Benson ist einfach ein um Klassen schlechterer Autor als es Ian Fleming gewesen ist. Fazit: Wer alle Filme wenigstens dreimal gesehen hat, wird damit etwas anfangen könne, die anderen werden sich wohl eher langweilen.
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