• Buchkritik: Der schwarze Orden
  • Autor: Colin Forbes
  • Erschienen: August 2001 erstmals auf Deutsch
  • Genre: Agenten-Thriller erschienen im Heyne Verlag

 

Innerhalb kürzester Zeit werden die wichtigsten Sicherheitsberater der führenden europäischen Nationen brutal ermordet. Der einzige Hinweis auf die Täter sind bildhübsche junge Frauen in einem Ordensgewand. Der Agent Tweed vom Geheimdienst Großbritanniens setzt mit seinem Team alles daran, dem Treiben der Terroristen ein Ende zu setzen. Dabei führt die Spur durch halb Europa und Tweed muss sich verdammt anstrengen, da nicht nur er selber auf der Abschussliste steht, sondern die Existenz Europas gefährdet ist, wenn der mörderische Plan des Terrors aufgehen sollte… Was eigentlich recht spannend klingt, ist der wohl schlechteste Roman, den Colin Forbes – alias Raymond Harold Sawkins - je zu Papier gebracht hat. Eine solche Aneinaderkettung von unsympathischen Figuren, habe ich noch nicht gelesen!  Dem Vornamenlosen Helden Tweed ist eh keiner gewachsen, er kann (fast) alles, weiß praktisch alles und ist selbst von einer Horde bewaffneter, denen er ohne Waffe entgegen tritt, vollkommen unbeeindruckt. Die Bösewichte sind ohne Ausnahme so platt wie die Norddeutsche Marsch. Dabei sind sie überzogen  und – natürlich - grenzenlos arrogant. So wird dann Klischee an Klischee gereiht! Das Ganze ist bei James Bond eigentlich auch nicht anders, doch ist dieser Agent „ihrer Majestät“ wenigstens zeitweise mit Selbstzweifeln behaftet, was Tweed vollkommen abgeht. Den Plot um die Bedrohung der Bevölkerung finde ich völlig unlogisch und nicht nachzuvollziehen. Dafür ist das Ende dann, wenn man es endlich erreicht hat, doch schnell vorbei, dass man sich fragt, was das Ganze nun eigentlich sollte? Fazit: Finger weg – es sei denn man hat viel zu viel Zeit – oder liest gern tödlich langweiliges Zeugs!

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